POLITISCHES ENGAGEMENT

Fotografiert von Patrick Lüthy, Olten

«Ich mache mich für Chancengleichheit und eine Gesellschaft stark, in der man sich auf Gemeinsamkeiten und nicht auf Unterschiede besinnt. Passion aber auch innovative Lösungsansätze sind dafür nötig, denn für die Herausforderungen von Morgen reichen keine Ideen von Gestern.»

Warum bin ich 2020 der SP beigetreten?

Ich habe schon länger mit dem Gedanken gespielt, politisch Farbe zu bekennen und mich mehr zu engagieren. Man kann sich nicht immer nur darüber aufregen, was einem nicht passt. Wenn man möchte, dass sich etwas ändert, muss man aufstehen und sich einsetzen. Es war an der Zeit, der Gesellschaft etwas zurückzugeben und mich künftig noch mehr für das Gemeinwohl zu engagieren.

Einerseits ist mir die Aufrechterhaltung der SP-Grundwerte Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität ein grosses Anliegen. Die Gesinnung der Sozialdemokratischen Partei, welche sich seit jeher neben der Gleichberechtigung auch für Nachhaltigkeit und ökologische Verantwortung stark macht, liegt mir am nächsten.

 

Was bedeutete dieser Schritt für mich persönlich?

Für mich war es eine bedeutsame Entscheidung, weil ich mich gerne für etwas einsetze, was mir wichtig ist. Dabei möchte ich aber authentisch bleiben und mich keinesfalls verbiegen. Es kommt nicht von ungefähr, dass ich auch beruflich einen eher unkonventionellen Weg gegangen bin und dadurch in der glücklichen Lage bin, das was ich mache mit Leidenschaft und Freude auszuüben.

Der Blick in meine Familiengeschichte zeigt, dass ich mit der Mitgliedschaft bei der SP ideell in der Tradition meiner beiden Grossväter stehe. Der Vater meiner Mutter aus Wien war sein Leben lang bei der SPÖ, der Vater meines Vaters war eine SP-Parteigrösse in Winterthur und stand während dem zweiten Weltkrieg auf der schwarzen Liste der Nationalsozialisten. 

Warum habe ich mich dafür entschieden, für die SP als Kantonsrätin zu kandidieren?

Es ist für mich quasi der Sprung ins kalte Nass. Da ich aber am Rhein aufgewachsen bin, ist Wasser absolut mein Element. Ich bin fähig, mich schnell in neue Aufgaben einzuarbeiten und so musste ich nicht lange überlegen, ob ich mich für die Liste zur Verfügung stelle, als ich angefragt wurde. Somit habe ich nun die Chance hautnah zu erfahren, wie Wahlkampf gemacht wird, kann mich mit Gleichgesinnten austauschen sowie in Balsthal präsent sein, da ich mich längerfristig gerne auch im hiesigen Gemeinderat engagieren möchte.

Was interessiert mich an der Milizpolitik?

Aufgrund meiner Arbeit als Redakteurin beim Anzeiger Oberaargau habe ich immer wieder Einblick in die Milizpolitik verschiedener Gemeinden. Ich  bin mir dadurch der Bedeutung der zentralen Säule unserer Demokratie bewusst. Ich sehe eine politische Tätigkeit als spannende Möglichkeit, um den eigenen Horizont zu erweitern, mich für meinen Kanton stark zu machen und etwas zurückzugeben. Primär sollte es hierbei um die Sache gehen, also darum was das Beste für unsere Bevölkerung ist. Ich denke als Zugezogene könnte ich mit meinem unabhängigen Blick für frischen Wind im Thal sorgen.

kreativ. vielseitig. empathisch.

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