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< 30 X AUSSTELLUNG IN LUGANO

 

15. Dezember 2014 - 15. Februar 2015 - Ausstellung im Museo d`Arte in Lugano

Zwei Räume mit einer Installation und mehreren Arbeiten

 

Hier zwei Links zu Fernsehberichten über die Ausstellung und einem kurzen Interview mit mir:

 

 

 

 

 

Dokumentation des Aufbaus

Fotografen:

Stephan Tuor & Bianca Ott

memoria, Cyanotypie auf Leinwand und Malerei mit Gouache, Grösse: Durchmesser 20, 40 und 60 cm, 2014

In dieser Arbeit suchte ich nach einem Weg, die beiden Medien Malerei und Fotografie zu verschmelzen. Dabei arbeitete ich mit digitalen Collagen aus Fotos aus dem Familienalbum sowie Bildern meiner Serienhelden aus der Kindheit, welche ich dann mittels Cyanotypie auf die Leinwand brachte. Die teilweise verwaschene Optik dieser Technik passt zu den verblassenden Erinnerungen aus Kindertagen, doch die detaillierten, gemalten Figuren versinnbildlichen die Erinnernden, welche die Vergangenheit mit sich tragen und dadurch lebendig halten.

 

Einzelne Titel von links nach rechts:

- "All I do is think and blink"

- "Beam me up, Scotty"

- "...I suggest you permit me to activate the Turbo Boost"

- "When I turn my hearing-aid up to 10..."

- "It was my bad Karma, not Mitch's"

- "Den Pony auf Süden stellen!"- 
- "I ain't goin' on no airplane!"

- "Holy rusted metal, Batman! The ground. It's all metal. It's full of holes. You know, holey."

- "...Gentlemen, we have achieved coolness!..."

TV fucks your brain, 6 Fotografien als Acrylglas Direktdruck, weiss hinterlegt, inkl Bohrung und Abstandhalter, im Format 70 x 50 cm

Striptease, 30 gerahmte Abschminktücher, Format 30x30 cm und eine Herrenjeans

Bei dieser konzeptionellen und reduzierten Arbeit geht es um die Maskerade und das «Entblössen». Für mich ist sich zu Schminken ein wichtiges Instrument um in unterschiedliche Rollen zu schlüpfen (auch für die inszenierte Fotografie), mich verschiedenen Gegebenheiten anzupassen (Mimikry) oder eben auch um mich zu individualisieren oder extrovertieren. Die Schminke wurde hier nun abgelegt und zeigt sich in Form von abstrakten Bildern die zu schweben scheinen. Teilweise lassen sich Dinge erkennen, doch dies ist purer Zufall, weil man beim abschminken kaum Kontrolle darüber hat wie das Bild schlussendlich aussehen wird. Viele Tücher entstanden nach speziellen Anlässen wie beispielsweise Preisverleihungen, Vernissagen, 30. Geburtstag, Präsentationen, Vorträgen, Feierlichkeiten aber auch im Alltag.

 

Schon als Kind war ich fasziniert von der Visagistik und liess mich immer wieder von meiner Mutter bemalen, die damals diverse Kurse gemacht hatte. Später dann griff ich auch selber zur Farbe, Anfangs heimlich, später dann beim Verkleiden oder zu speziellen Anlässen.

Ich finde es spannend, wie man sich mit einigen Handgriffen verändern kann, um sich zu inszenieren aber manchmal auch um sich zu verstecken.

 

Darum auch der Titel, der nicht 1:1 sondern vielmehr als Metapher zu verstehen ist, symbolisch für den Seelenstriptease. Die Männerhose bildet dann den Kontrapunkt, da ein Mann sich (vermeintlich) oft nur Blösse gibt, wenn er sich entkleidet, sich also etwas physisch vorhandenem entledigt.

 

Artikel der Online darüber erschienen ist (auf Italienisch) sowie die Publikation zur Ausstellung

 

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